Rebzunft zum Ramstein

Mit der Idee des damaligen Burgerrates, auf einem Teil des Rebberges eigene Burgertrauben zu besitzen, entstand 1992 eine Arbeitsgruppe „Reben“. Es war erfreulich, dass schon 1993 zwanzig Personen bei der Pflanzung von 200 Rebstöcken der Sorte Regent mithalfen. Die Pflanzen gediehen und fünf Jahre später konnten erstmals 560 Flaschen Regent abgefüllt und verkauft werden. Am 19. März 1999 gründeten 14 Personen in Zusammenarbeit mit der Burgerkorporation die „Rebzunft zu Ramstein“ und wählten einen ersten Vorstand mit Peter Hueber als Rebzunftmeister. In einem Reglement wurden die Rechte und Pflichten der Rebzunft festgehalten und die Zusammenarbeit mit der Burgerkorporation geregelt.

Die Mitglieder der Rebzunft engagieren sich im 20 Aren umfassenden Weinberg. Der Rebmeister koordiniert die Arbeiten, die schon im Februar beginnen und sich nachher durch das ganze Rebjahr fortsetzen. Im Herbst werden die Reben zum Schutze vor Vögeln mit Netzen bedeckt. Die Lese ist der Höhepunkt des Weinjahres im Rebberg. Nachher folgt die Arbeit des Kelterns, die für die Qualität des Weins mitentscheidend ist. Jedes Jahr werden mehrere hundert Arbeitsstunden geleistet. Ein Teil des Aufwands wird mit Gratiswein abgegolten.

Im Schloss konnte im Erdgeschoss ein wunderschöner Weinkeller eingebaut werden. So sind die Produkte bei weitgehend gleichbleibender Temperatur bestens gelagert. Aufgrund der qualitativen Vorgaben der Weinlese 2006 wurde ein neuer Wein kreiert mit dem Namen „Schlosströpfli“, der sehr guten Anklang fand. Es ist eine Assemblge aus je hälftig Blauburgunder und Regent. Unter dem Namen „Cabernet Jura“ ist ein weiterer Tropfen auf den Markt gekommen. Im Zweijahres-Turnus finden seit 2001 die zur Tradition gewordenen Winzerfeste statt, die eine grosse Beliebtheit geniessen. An diesen Anlässen gewinnt das dörfliche Zusammenleben an froher Geselligkeit und die Öffentlichkeit erfährt Wissenswertes über die zum Kaufe angebotenen Produkte. Der Aufmarsch der Gäste ist jedes Jahr erfreulich.